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Die Geschichte zu diesem Projekt:
Alles fing damit an als Ich eines Tages eine Mail bekam in der mich der zukünftige Kunde fragte ob Ich nicht ein Vietnam Diorama für ihn bauen möchte. Nachdem der geschäftliche Sachverhalt geklärt war und Ich das Diorama ohne geschichtlichen Hintergrund bauen konnte, fing Ich damit. Das was da raus kam sieht man hier:

Zu den Modellen:
Ich verwendete für das Diorama nur zwei Fahrzeuge, den M113 ACAV von Tamiya und den Ford Mutt, ebenfalls ein Tamiya Bausatz. Beide waren leicht und schnell zu bauen. Hier und gibt es zwar so einige Anpassungsprobleme aber diese waren schnell beseitigt. Da diese Bausätze alte Bekannte sind und schon sehr oft beschrieben wurden, möchte ich nicht auf die einzelnen Bauschritte eingehen. Bemalt wurden beide Fahrzeuge mit dem Luftpinsel. Hierbei verwendete ich Acrylfarben von Tamiya und Gunze, welche ausgezeichnet zu verarbeiten sind. Die Fahrzeuge mußten auch das Washing und das Drybrushing über sich ergehen lassen, bis ich mit den Ergebnis zufrieden war. Ach ja: die Abziehbiler wurden natürlich bevor Ich mit dem Altern und Verschmutzen begann aufgetragen, obwohl ich nach dem Aufbringen der Abziehbilder den ganzen M113 mit Klarlack (glänzend) versiegelte, ist auf den Decals beim genaueren Betrachten der Bilder leider ein silberner Schimmer zu erkennen. Der Ford Mutt war ebenfalls schnell zusammengebaut und wurde auch mit den vorher erwähnten Methoden bemalt und gealtert. Als die Fahrzeuge dann fertig bemalt waren, sprühte ich über jedes Fahrzeug Mattlack.

Die Figuren:
Ich verwendete für dieses Diorama Figurenbausätze von Jaguar, Verlinden und Dragon welche die letzteren die eindeutig schlechtere Qualität haben. Diese Figuren kosteten mich wahrlich Nerven, da ich die Fahrerfigur und die sitzenden Figuren umbauen mußte. Zum Umbauen der Figuren verwendete Ich 3 Dragonbausätze. Die Köpfe wiederum sind von Verlinden. Die Umbauzeit betrug 5 Tage (Bemalung nicht eingerechnet), wobei ausschließlich Farben von Humbrol und Revell verwendet wurden . Die Hautpartien bemalte Ich komplett mit Ölfarben, welche ja bekannterweise die schöneren Ergebnisse bringen. Anschließen wurden auch die Figuren mit Mattlack versiegelt. Ich hoffe der Umbau gefällt, denn an und für sich wollte ich ja Resinfiguren für das gesamte Diorama verwenden, was aber aufgrund meines einzuplanenden Budgetrahmens nicht möglich war. Somit war ich gezwungen, eigene Ideen zu entwickeln und anschließend zu verwirklichen.

Das Diorama:
Die Gesamtmaße des Dioramas betragen 40cm x 30cm . Der Rahmen war einmal eine Pinwand, die für das Diorama herhalten mußte. Der Grundboden besteht aus einer zurechtgeschnittenen Styroporplatte. Als Erde, die für Vietnam typisch rot ist, verwendete Ich roten Sand von einem Tennisplatz.
Bevor der Sand auf die Grundplatte kam, mußte ich diesen sieben, bis er fein genug war. Als dies dann endlich erledigt war, strich ich die Styroporplatte mit Wasser-verdünntem Weißleim ein . Danach streute ich mittel´s eines Siebes den Sand auf die Platte auf, ließ ihn trocknen, um danach wieder verdünnten Weißleim aufzutragen. Während dieses Arbeitsschrittes streute ich Statikgras auf den Sand (abwechselnd etwas mehr und weniger). Danach ließ ich das Ganze 24 Stunden trocknen. In der Zeit während des Trocknens, stellte ich die Mauer aus einem Stück Rigipsabfall her (Dank an Paul für den Tip!). Nachdem ich den Gips vom Karton befreit hatte, ritzte ich Fugen in den Gips, um den Naturstein zu imitieren . Bemalt wurde die Mauer dann mit Acrylfarben und danach mußte sie sich ebenfalls umfangreiche Verwitterungstechniken gefallen lassen . Bevor ich die Mauer und ihre Bruchstücke an der Grundplatte befestigte, wurde noch der Bewuchs angebracht, welcher aus Kokosnusshaaren und Majoran besteht. Dieser wurde dann noch mit den verschiedensten Grüntönen nachgestaltet. Nach dem Trocknen der beiden Hauptsegmente, klebte ich die Mauer an der Grundplatte fest. Für den Bewuchs verwendete ich die verschiedensten Moossorten und natürlich auch die "berühmten" Meerschaumzweige. Nachdem alle Elemente ihren Platz gefunden hatten, sprühte ich "Desertyellow" ganz sachte über den trockenen Sand, um das intensive Rot abzutönen. Danach erfolgte noch eine Schicht Mattlack über das ganze Diorama. Zu guter Letzt fanden die Fahrzeuge und die Figuren ihren Platz auf das Diorama.

Schlusswort:
Ich stellte dieses Diorama in 3 Wochen mit geringsten finanziellen Mitteln her (und 5-6 Stunden Arbeitszeit oder auch mehr pro Tag). Die Kosten beliefen sich um 140 Euro, wobei der Arbeitsaufwand eigentlich nicht kalkulierbar ist. Ich möchte auch an dieser Stelle meiner Familie, für die ich 3 Wochen fast keine Zeit hatte, danken. Meinen besonderer Dank gilt auch Wolfram, der die schönen Bilder von diesen Diorama gemacht hat und natürlich auch Georg der dieses auf seiner Homepage eingestellt hat.