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MG34 und 2cm Maschinenkanone

Eigenbau leicht gemacht!


So könnte ein Ätz- oder Resinteil im Maßstab 1:35 für das SdKfz 232 aussehen. Das kann man aber auch selbst herstellen:

Die "Zutaten"

  • Injektionsnadeln verschiedener Stärken aus der Apotheke. (gibt´s um wenig Geld- man muss nur überzeugend darstellen, dass man nicht drogensüchtig ist),
  • ein dünnes Aluminiumblech aus dem Eisenwarengeschäft (man kann Alu-Tiefkühltassen aus der Verpackung von Fertiggerichten verwenden. Normale Verpackungs-Alufolie ist zu dünn!),
  • ein elektrischer Mini-Bohrer als "Drehbank" verwendet,
  • Werkzeug für Minibohrer: eine Trennscheibe; eine Polierscheibe; 0,012mm Bohreinsatz oder eine Stecknadel,
  • eine Metallfeile halbrund
  • Sekundenkleber (ich verwende dünnflüssigen cyanoacrylat-Kleber), ein Metalllineal
  • ein weicher Radiergummi


Vorbereitungen:

Die Injektionsnadeln werden auf die Länge des Modellbauteils mit der Trennscheibe abgeschnitten. Die schräge Stelle an der Spitze der Kanüle sollte auch gerade abgeschnitten werden! Für das MG 34 schneidet man nun aus dem Alublech ein so breites Stück beliebiger Länge aus, wie der Kühlmantel sein muss. Die Länge ist deswegen egal, weil der Kühlmantel später ohnehin abgeschnitten wird, für die Handhabung beim folgenden Arbeitsschritten aber eine gewisse Überlänge die Handhabung erleichtert. In diese rechteckige Platte bohrt man nun mit dem Bohreinsatz oder der Stecknadel (nicht "Stecknaddel"!- der Witz funktioniert nur bei deutschen Freunden...) vier parallele Reihen jeweils um etwas mehr als die Lochstärke versetzter Löcher nach dem Muster der Abbildung 1.


  • Tip 1: Als Unterlage sollte man den Radiergummi oder eine weiche Arbeitmatte nehmen.

  • Tip 2: Mir gefallen die Löcher von der Stecknadel besser, weil sie keine gerade Kühlmanteloberfläche produzieren, sondern um die Löcher eine leicht nach innen gewölbte, was dem Original sehr nahe kommt!

Nach dieser, nur von unserem Metallineal unterstützten, mühsamen Arbeit erholen wir uns etwas beim Abdrehen des Rückstoßverstärkers des MG´s (Mündung):

Skizze MG34-Konstruktion Die Injektionsnadel (nicht ...naddel!) wird in den Minibohrer eingespannt und -wenn man will - dieser wiederum in einer Halterung (z.B.: Schraubstock") fixiert. Bei schneller Umdrehung fräst man mit der Metallfeile die Einkerbung an der Mündung ein. Jetzt kann man die Injektionsnadel an einer Seite mit etwas Sekunden-kleber versehen und den "Kühlmantel" an der richtigen Stelle gerade (!) um die Injektionsnadel wickeln. Wenn man einmal herumgewickelt hat, schneidet man die Überlänge - wie vorher versprochen - ab. Eine eventuell sichtbare Stoßkante sollte man plan schleifen. Alle weiteren Details des MG´s (Verdickungen am Lauf) entstehen ähnlich nur dass dias Alublech nicht mehr gelöchert werden muss und die Breiten geringer sind. Ein kleiner Unterschied: Hier macht man besser mehr als eine Umwicklung! Das Prinzip verdeutlicht noch einmal die Abbildung 2.

Die anderen Verfeinerungen stellt man mit Kupferdraht oder kleinen Alublechstückchen her-FERTIG

Was ist aber mit der 2cm Maschinenkanone? Nun, da braucht man nur eine etwas dickere Injektionsnadel...

© 2002 Georg Schachinger

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