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Mercedes l 3000 S von Italerie

Ein ganz "normaler" Baubericht oder wie wird man Masochist?

Verwendete Bausätze:

Das "Sündenregister"

Da es von deutschen und alliierten Lastfahrzeugen sehr wenige Spritzguss- Modelle am Markt gibt, bleibt einem oft nur die Alternative eines Resin Bausatzes, der aber meist um die €70,- kostet. Nachdem ich das nicht wollte, aber auch nicht den x-ten Opel Blitz für ein Diorama verwenden wollte, blieb mir nur das Modell des Mercedes l 3000 S von Italerie. Zugegebenermaßen ist das ein betagtes Modell, aber ich glaubte, dass es in etwa die Qualität der anderen älteren, aber schon recht gut gelungenen Bausätze dieser Firma aufweise. Weit gefehlt! Man hat den Opel Blitz Bausatz als Basis für den Mercedes hergenommen und ein paar "kosmetische" Änderungen vorgenommen. So ist das Chassis das des Opel, obwohl weder Konfiguration, noch Maße übereinstimmen. Der längere Radstand wird durch Vorlegen der Vorderachse auf das vordere Drittel der Blattfedern erreicht! Die Fahrerkabine hat als unteren Abschluss direkt an der Tür eine "Schummelplatte" bis zum Rahmen. Die Liste der Fehler ließe sich noch lange fortführen!

Die "Buße"

Zuerst wurde der Rahmen verlängert, sodass der Radstand 121 mm beträgt. Dann wurden die Türen ausgeschnitten und von Ausstoßmarken und Graten befreit. Der Kabinenboden muss nun beiderseits um ein Stück verbreitert werden, damit keine Löcher zwischen Boden und Türen enstehen. Die Ätzteile kamen bei den Pedalen und dem Armaturenbrett zum ersten Mal zum Einsatz. Auch das Armaturenbrett ist zu kurz und erfordert Nachbesserung. Innen habe ich auch noch den Holzverstärkungsrahmen ergänzt und aus Hemdkragen-Plastik eine neue Windschutzscheibe gebastelt. Das Öffnen des Kühlergrills zur Aufnahme der Ätzteile gestaltet sich wegen der kleinen Öffnungen als etwas schwierig.
Frontpartie Die Qualität der Kühlergitter belohnte mich aber für diese Mühen"! Nachdem ich nun die Kabine mit den Türen, Motorhaube und Kühlergrill zusammengesetzt habe, widmete ich mich dem Motorraum:

Die "Prüfung"

Selber schuld! Ich bildete mir unbedingt ein, das Afrika- Ambiente durch Weglassen der gesamten Seitenverkleidung der Motorhaube, so wie es auf vielen Bildern zu sehen ist, darzustellen Das erfordert den kompletten Umbau des - richtig geraten - Opel-Blitz Motors! Bildmaterial darüber war sehr schwer zu bekommen aber schließlich gelang dies durch tatkräftige Mithilfe von Internet-Bekannten doch noch (herzlicher Dank hierfür!). Trotzdem habe ich hier sehr viel Fantasie walten lassen. Die Verkabelung und der Scratchbau der Einspritzanlage war dabei die größte Herausforderung.
Motordetails

Das "Licht am Firmament"

Nachdem ich noch mit Resin Rädern, die ich von Wolfram bekommen habe, die schlechten (Opel) Räder ersetzte, stand der Endausfertigung eigentlich nicht mehr viel entgegen:
  • Austausch des zu verlängernden Auspuffrohres mit einem Kupferrohr
  • Verlängerung um 1/3 und Vorverlegung des (Opel) Auspufftopfes,
  • Ergänzen der Bremsanlage,
  • Austausch der Ersatzreifenhalterung mittels Alublech und
  • Wechsel des ganzen auf die linke Fahrzeugseite,
  • Kompletteigenbau der Ladefläche (Opel hatte eine viel kürzere),
  • Montage des Ätzteil-Werkzeugkastens und Anbringen auf der rechten (!) Fahrzeugseite,

Die "Absolution"

Nach all diesen schrecklichen Erlebnissen gelangt der gebeutelte Bastler endlich ins Reich der Malerei. Bekanntes Terrain lässt die Fertigstellung erhoffen. Doch dies wird eine andere Geschichte... (Zum Teil 2)
© Juli 2002 Schachinger
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Mercedes l 3000 LKW

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