Textquelle: www.lexikon-der-wehrmacht.de
Bei Krupp wurde die 8,8-cm-Pak 43 entworfen. Eigentlich als Konkurrenzmuster
zu der bei Rheinmetall gefertigten 8,8-cm-Flak 41 gedacht, wurde
das Geschütz vom Waffenamt als Panzerabwehrgeschütz
akzeptiert. Die 3.650 kg schwere Waffe besaß ein 6.280 mm
langes Rohr und hatte eine neue Kreuzlafette. Diese neuartige
Lafette erlaubte einen Schwenkbereich von 360°.
Mit Schutzschild war das Geschütz 1,72 m hoch. Die Panzergranate
39/40 erreichte eine v0 von 1.000 m/Sek. und durchschlug auf 1.000
m 165 mm Panzerung. Die Panzergranate 40/43 mit Wolframkern konnte
bei einer v0 von 1.130 m/Sek. sogar 205 mm Panzerung durchschlagen.
Allerdings sank die Lebensdauer mit diesen Granaten von 1.200
auf 700 Schuß ab. Die ersten Serienwaffen wurden im Februar
1944 abgenommen.
Um aber der Truppe schon so schnell wie möglich diese Waffe
zuführen zu können, einigte man sich wieder einmal auf
einen Kompromiß. Die Rohre der 8,8-cm-Pak 43 wurden auf
die Lafette der leichten Feldhaubitze gesetzt, das ganze hieß
dann 8,8-cm-Pak 43/41. Von diesen Waffen wurden die ersten bereits
im Februar 1943 ausgeliefert werden. Die Fertigung lief im April
1944 aus. Wegen des unmöglichen hohen Aufzugs wurde das Geschütz
auch "Scheunentor" genannt. Die extrem große Spreizlafette
machte das Geschütz überaus unhandlich.