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Ich seh´ etwas, was du nicht siehst,...!

Panther Ausf. G

Bausatz: Tamiya 1/35, Friulmodell-Ketten
Modell: Michael Wandas
Fotos: Arthur Wandas
Beschreibung Quelle: www.nexusboard.net

Infrarotausstattung für den Kampfpanzer V Panther

Diese bestand aus einem IR-Suchscheinwerfer und einem Bildwandler (BiWa), die Kombination trug die Bezeichnung F.G. 1250 (Fahrgerät 1250) - deutscher Tarnname "Puma".

Innerhalb der Kommandantenkuppel wurde eine kleine Plattform in 12-Uhr-Position montiert. Das IR-Gerät war innerhalb der Kommandantenkuppel um 360° am Turmstellungsanzeiger drehbar gelagert. Auf diese wurde ein 30cm-IR-Scheinwerfer (200 W) und ein BiWa aufgesetzt (Angabe Spielberger u.A.). Diese Angabe ist aber nach dem vorliegenden Bildmaterial unwahrscheinlich; eher kommt ein Durchmesser von 20-22 cm in Frage. Die Stromversorgung wurde durch eine zusätzliche 12-Volt-Batterie, die einen Transformator speiste, sichergestellt. Die Ladung der Batterie erfolgte durch einen Generator. Für den Einbau beider Geräte entfiel die Munitionshalterung im Kampfraum hinten rechts.


Ferner wurde an Stelle des Gepäckkastens hinten rechts ein gepanzerter Verstaukasten für das Gerät angebracht.
Mit Hilfe dieser IR-Einrichtung dirigierte der Kommandant den Fahrer und den Richtschützen. Insgesamt eine recht primitive Methode, die eine Menge Ausbildung erforderte.


Die effektive Reichweite des Systems betrug 500-600 Meter. Das minderte natürlich die Reichweite der hervorragenden 7,5-cm-KwK L/70.
Aus diesem Grund wurden die Panther bei der Zielaufklärung mit „Uhu“- Geräten unterstützt; ein 60-cm-IR-Scheinwerfer (umgebaut aus Flak-Scheinwerfern) auf Sd.Kfz. 251 (Sd.Kfz. 251/20).
Angeblich wurde die 3. Kompanie 1./Pz.Rgt. 24 mit der A-Lösung nach Bergen zur Ausbildung gesandt. Es sollen Treffer auf Kampfentfernungen bis zu 2500 Meter erzielt worden sein!


Zu Beginn des Jahres 1945 soll ein Panther mit Sperber an die Front nach Stuhlweißenburg beordert worden sein. Dort wurde er wahrscheinlich in Kombination mit einem „Uhu“-Gerät auf Sd.Kfz. 251 eingesetzt. Begleitet wurden diese Fahrzeuge von so genannten „Falke“-Geräten. Dies waren SPz (Sd.Kfz. 251) die zur Herstellung der Nachtkampfähigkeit mit einem IR-Gerät für den Fahrer ausgestattet wurden. Der Einsatz verbundener Waffen hat in diesem Rahmen Berichten zufolge sehr gut funktioniert.
Die 3. Kompanie wurde dann aber im Bataillonsrahmen nach Ungarn beordert, ohne IR-Ausstattung! Der Grund, warum die Geräte in Fallingbostel bleiben mussten, ist nicht bekannt.

Ebenfalls zu Beginn des Jahres 1945 kämpfte die Panzerdivision „Clausewitz“ im Raum Fallersleben. Dabei sollen 2 Panther mit dem „Sperber“-Gerät ausgestattet gewesen sein und am 21. April um 02:00 Uhr wurden durch diese Beiden eine amerikanische PaK-Stellung erfolgreich zerschlagen.

Am 12. Februar 1945 wurde vom Generalinspekteur der Panzertruppen die 1. Kp / PzAbtl 101 der Führer-Grenadier-Division zur Durchführung von Truppenversuchen mit dem F.G. 1250 befohlen. Daimler-Benz wurde beauftragt ein Techniker-Team nach Altengrabow zu senden, um dort in 10 Panther das F.G. 1250 einzubauen. Außerdem wurden der Kompanie 3 Sd.Kfz. 251/20 „Uhu“ unterstellt. Berichte von Offizieren der Kompanie zeugen von erfolgreichen Einsätzen der Geräte ohne technische Probleme.

Von der Produktion bei MNH ist bekannt, dass dort im August 1944 die Panther schon ab Produktion mit dem F.G. 1250 ausgestattet werden sollten. Wegen Verzögerungen in der Zuführung mit dem Fahrgerät wurden aber bis Oktober 1944 nur 20 Panther damit ausgestattet. Im November schließlich befahl das OKH alle bis dahin zum Einbau des F.G. 1250 vorbereiteten Panther wieder in den Rüstzustand eines „normalen“ Panther Ausf. G zu versetzen.

Panther mit IR-Vorbereitung aus der laufenden Produktion sollten mit einem „F“ an letzter Stelle zur Fahrgestellnummer gekennzeichnet werden. Nicht zu verwechseln mit dem Panther der Ausführung F.

Thomas L. Jentz nennt in seinem Buch „Germany’s Panther Tank – The Quest for Combat Supremacy“ folgende Einheiten, denen Panther mit F.G. 1250 zugeführt wurden.

I. / Pz.Rgt. 6 (3. PD)
am 1. März 45
10 Stück

Ausbildungs-Lehrgang Fallingbostel
am 16. März 45
4 Stück

I. / Pz.Rgt. 130 (25. PD)
am 23. März 45
10 Stück

I. / Pz.Rgt. 29 (PD Müncheberg)
am 05. April 45
10 Stück

4. Kp / Pz.Rgt. 11 (selbständig)
am 08. April 45
10 Stück

Alle Einheiten, mit Ausnahme Ausbildungs-Lehrgang Fallingbostel, befanden sich an der Ostfront.

Pz.Kpfw V (Panther) Ausf. G mit Infrarot-Ausstattung "Puma"

   
       
   
       
   
       
© A&M. Wandas 2006

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