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6. Panzerdivision, Kotelnikowo Russland 1942

Eine Gemeinschaftsproduktion:

Modelle: Viktor Vezmar
Diorama: Werner Kampfhofer
Figuren: Christoph Heugl

Bausatz: Pz III= Tamiya; Stuart= Tamiya / BTZ (Turm)
Fotos: Wolfram Bradac / W. Kampfhofer

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Normalerweise sagt man "viele Köche verderben den Brei". Diesmal aber haben drei exzellente Modellbauer ein schönes Ergebnis zusammen hervorgebracht:
Ein Winterdiorama im Maßstab 1:35 mit einem Panzer III und einem Stuart aus dem Lieferbestand der USA.
Die Autoren stellen Ihre Technik für die Dioramenkonstruktion und das Bemalen der Figuren dar.
Der geschichtliche Überblick der 6. Panzerdivision wurde von "Wikinger" zusammengestellt.
Panzer III in Russland 1942

 Die Geschichte der 6. Panzerdivision:

Diese Panzerdivision wurde im Oktober 1939 in Wuppertal aus der 1. Panzerdivision formiert. Zuerst im Westfeldzug eingesetzt, kam sie anschließend nach Polen und nahm dann am Barbarossa-Feldzug (dem Einmarsch in die Sowjetunion) im Rahmen der Nordfront teil.

Nach schweren Verlusten wurde sie 1942 zur Wiederauffrischung nach Frankreich verlegt.

Nach Rückkehr an die Ostfront versuchte sie vergeblich mit der 4. Panzerarmee von Generaloberst Hoth den Einschließungsring um Stalingrad aufzubrechen.
Dieses Diorama zeigt die Männer der Division nach dem Antreten aus dem Raum Kotelnikowo. Erste russische Aufklärungskräfte wurden bereits ausgeschaltet.

Bei den Schlachten um Kursk und Charkow durfte die Division natürlich auch nicht fehlen, bevor der verlustreiche Rückzug durch die Ukraine begann.

Nach neuerlicher Auffrischung sah sich der Verband bis 1944 im mittleren Abschnitt der Ostfront im Einsatz.

Später wurde die Division nach Verlegung nach Ungarn zur Verteidigung von Budapest verwendet. Nach weiterem Rückzug durch Österreich über Wien, kapitulierte die Division gegenüber der Roten Armee im März 1945 nahe von Brünn.
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 Das Diorama (von W. Kampfhofer)

Winter DioramenbasisAls Grundplatte stand mir eine gerahmte Holzplatte mit den Maßen 26 x 26cm zur Verfügung. Meine Dioramen sind meist aus Styropor aufgebaut und daraus ergeben sich Probleme mit unschönen Rändern. Das wollte ich diesmal ändern. Da ich ungern mit Holz oder Furnieren arbeite suchte und fand ich eine Alternative im Baustoffhandel: Untertapeten.
Diese 5mm dicken, glattflächigen Schaumplatten sind zwar nur im Zehnerpack erhältlich, aber man baut ja noch länger, daher sollte man hier die Kosten mal außer Acht lassen. Die Platten können leicht mit einem Tapezierermesser geschnitten werden und entsprechend eingepasst bilden sie die Ummantelung der Landschaft. Geklebt habe ich mit Weißleim. Der Dioramakorpus wird nun aus verschiedenen Lagen Styropor aufgebaut und ebenfalls mit Weißleim verklebt. Dort, wo der Stuart platziert werden sollte, habe ich die Basis schon entsprechend gestaltet, d.h. eine kleine Böschung vorgesehen.

Dann stellte sich die Frage der Schneegestaltung. Ich entschied mich, die Grundfläche mit Alabastergips darzustellen. Dieser wird relativ feucht aufgeschüttet, damit bekommt er schon die weiche, runde Form von frisch gefallenem Schnee. Die Fahrzeuge wurden in das noch weiche Material eingepasst. Nun aber zur Beflockung.

Nach vielen Experimenten mit Speisesalz, Meeressalz, Auftausalz, diversen Zuckersorten, ATA (Reinigungsmittel) und verschiedenen Schneesorten aus dem Eisenbahnbedarf bin ich doch wieder reumütig zu Natron zurückgekehrt. Entscheidend war da auch ein Tipp vom "Wikinger". Danke dafür!

Nachdem der Gips ausgehärtet war, habe ich ihn mit Tapetenkleister eingestrichen und mit einem Zuckersieb eine dünne Schicht Natron drübergestreut. Das genügt, um eine dicke Schneeschicht vorzutäuschen. Darüber streute ich Schnee der Firma Auhagen. Dieses Material enthält kleine Glitzerkristalle, die aber leider auf den Fotos nicht zur Geltung kommen. Unter Licht funkeln sie aber recht hübsch.

Die Panzer wurden daraufhin sofort mit Weißleim angeklebt und die Übergänge Kette-Boden durch ein Weißleim-Natron Gemisch mittels einem weichem Pinsel überarbeitet. Dann waren die Figuren dran, mit denen genauso verfahren wurde. Zum Schluss habe ich noch einen Zweig angebracht, damit die Szene nicht ganz so monoton aussieht.

© Werner Kampfhofer
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 Figurenbemalung für dieses Diorama (von Chr. Heugl)

Winter UniformenFiguren Bemalen: GesichterDie Figuren für dieses Diorama wurden freundlicherweise von Werner Kampfhofer perfekt vorgebaut, verspachtelt und mit Gunze Schwarz Matt grundiert. Mir blieb dann, der für mich schönste Teil am Figurenbau, die Bemalung:

Ich male Figuren seit ca. 20 Jahren und die Erfahrungen in dieser Zeit hinterlassen wahrscheinlich auch Spuren bezüglich der Qualität meiner Figuren. Als Farben haben sich für mich die Enamelfarben (Humbrol, Revell) als am geeignetsten herauskristallisiert. Diese trocknen bei richtiger Anwendung recht schnell und weisen auch ein mattes Finish auf, das ich meistens noch durch den Auftrag von Gunze Matt Clear verstärke (wenn nicht notwendig, lasse ich das auch manchmal sein). Um das Handling mit der Figur zu erleichtern, bohre ich in den Fuß der Figur ein Loch (0,5-1mm) und stecke diese dann auf einen Zahnstocher. Man greift dann nie wieder in feuchte Farbe.

Winter UniformmantelDas wichtigste an einer Figur ist natürlich das Gesicht. Der Mensch sieht, wenn er jemanden das erste Mal sieht, als erstes ins Gesicht, so schaut man auch bei den Figuren als Erstes dorthin. Die Uniform/ Kleidung kann die schönsten Faltenwürfe und Schattierungen haben, wenn das Gesicht nicht realistisch aussieht, ist die Figur eher im Spielzeugbereich anzusiedeln...

Ich verfahre beim Figurenmalen wie viele andere Modellbauer nach dem Prinzip "dunkel beginnen und dann heller werden", deshalb auch die schwarze Grundierung. Die Figur wird dann mit der Airbrush und passender Farbe von oben aufgehellt, wie das Sonnenlicht eben einfällt. Dadurch werden die ersten Schatten sichtbar, man tut sich dann leichter, die Schattenwirkung zu erkennen.

Dann beginne ich mit dem Gesicht: Rotbraun wird grundiert, die Farbe sollte von der Konsistenz her, eher dünn aufgetragen werden, die Verdünnung (herkömmliche Revell-Verdünnung) verdunstet rasch, die Farbe wird schnell trocken, und es kann weitergehen.

Die rotbraune Farbe wird dann immer wieder mit weiß aufgehellt und die einzelnen Lichter werden gesetzt. Für ein Gesicht 1:35 benutze ich ca. 5-6 "Weißaufhellungen", dann noch Schatten unter der Nase, Lippen, Nasolavialfalte, Augenhöhlen und das Gesicht nimmt langsam natürliche Gestalt an. Bei den Augen verfahre ich nach folgendem Schema: zuerst schwarz (Augenrahmen), dann weiß und wieder Schwarz für die Pupillen, sollte das Auge dann zu groß sein, werden oben und unten mit dunkler Fleischfarbe die Lider neu gemalt.

deutscher Panzermann WinteruniformBei den Uniformen verfahre ich nach ähnlichen Schema wie beim Gesicht (Dunkel ->Hell). Die weißen Helme der Figuren wurden grau grundiert, mit Weiß die Wintertarnung aufgebracht, nach dem Trocknen der weißen Farbe wurde sie vorsichtig teilweise wieder abgekratzt, um den Scheuereffekt wiederzugeben.

Grundsätzlich kann ich noch raten, am besten viel Literatur zum Thema zu lesen und diese auch als Vorlage zu verwenden. 

Empfehlen kann ich die Bemalanleitungen in den Andrea-Heften, die wirklich Schritt für Schritt die Grundzüge des Figurenbemalens anschaulich erklären.

 

Auch die Anleitung von Georg Schachinger unter "Tips-Figurenbemalung" ist lesenswert und informativ, die Technik funktioniert auch mit Enamelfarben.

Und noch eines: Wichtig ist, Spass daran zu haben was man tut - Ich wünsche allen ein gutes Gelingen.

© Christoph Heugl
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 6. Panzerdivision, Russland 1942

       
       
 
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© Viktor Vezmar 2005
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