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| StuG III Ausf G
(Herbst 1943 im Kuban-Brückenkopf, Geschütz des AbtKdt der StuGAbt 191, Hptm Alfred MÜLLER) Modelle Georg Schachinger Fotos: Wolfram Bradac Bauphasen-Fotos: Georg Schachinger |
Die GeschichteEndlich konnte ich mir den Wunsch erfüllen, ein Sturmgeschütz III zu bauen, nachdem mich diese Art von Fahrzeugen immer schon fasziniert hatte. Ihre Gefährlichkeit für gegnerische Panzer wurde zur Legende, ebenso wie ihre Hilfe in letzter Not für die bedrängte Infanterie. Sie zerstörten mehr Feindpanzer, als alle deutschen Kampfpanzer zusammen. Es gab russische Befehle, dem Kampf mit Sturmgeschützen auszuweichen. Vierzehn Soldaten der Sturmartillerie erhielten das Eichenlaub zum Ritterkreuz, so auch Hptm Alfred MÜLLER, der Kommandant der StuG-Abteilung 191 für seine Verdienste im Kampf um den Kuban-Brückenkopf. Seine Abteilung (ab 28.02 1944 Brigade) zerstörte innerhalb weniger Tage 150 Feindpanzer und stellte somit das Übersetzen der Deutschen über die Straße von Kertsch sicher. Hptm Müller wurde einige Zeit nach der Beförderung zum Major an die Sturmartillerieschule in Burg versetzt, wo er seine reiche Erfahrung den Kursteilnehmern weitergeben konnte. Er erlebte das Kriegsende als Oberstleutnant.
Bausätze und Materialien
Das SzenarioIch baute das StuG III mit Inneneinrichtung, um eine Werkstattszene darzustellen. Diverse Gefechtsschäden und Abnutzungen erfordern eine Reparatur. Ein defekter Drehstab und eine abgefahrene Laufrolle sind auszutauschen. An der Kanone werden umfangreiche Prüfungen durchgeführt. Hptm Müller nützt eine Gefechtspause, um der Werkstattcrew bei der Arbeit an seinem Geschütz auf die Finger zu schauen.Die Konstruktion des StuG IIIInneneinrichtungDa ich kein Vermögen für eine "Einheits-" Inneneinrichtung ausgeben wollte, entschied ich mich für den teilweisen Eigenbau. Außer dem Lenkgetriebe- und Fahrerraum entstand alles Andere durch "Scratchen". Die Resinteile vom Aires-Bausatz sind zwar sehr sauber gefertigt, doch passt sich die Lenkgetriebewelle, die zu den Seitenvorgelegen führt, nicht genau in die Wanne ein. Verlängern der Welle und Abschleifen der linken Bremstrommeln oben verschafft hier Abhilfe.
Die Funkgeräte, je ein "10 Watt UKW Sender c" und "10 Watt Empfänger e", sowie ein
"30 Watt MW-Empfänger c"und ein "30 Watt MW Sender" wurden mit Plastik- und
Metallplatten, gezogenen und verformten Gießästen konstruiert.
Der Schlauch der Kampfraumheizung (ab 1942 in Sturmgeschützen eingebaut) entstand
aus, mit Stahldraht umwickeltem, isoliertem Stromkabel. Die Hutze beim Schlauchanschluss
fertigte ich aus zusammengelöteten Metallrohren. Plastikcard diente zur Konstruktion der
Halterungen für die Panzergranaten, des Antriebswellentunnels und der Kampfraumverkleidung.
Das Gitter des Lüfters bastelte ich aus einem Resinabfallstück, das durch einen als
Drehbank umfunktionierten Minibohrer in die entsprechende Form gebracht wurde. Dann
bohrte ich die Löcher und höhlte anschließend den Teil von hinten aus. Ein Plastikring
mit "Schrauben" aus abgeschnittenen Gießaststückchen dient als Befestigung an der
Kampfraumrückwand. (Diese Konstruktion kostete nach mehreren vergeblichen Versuchen,
einen Lüfterkorb mittels Kupferlitzen zu bauen, mehr als 8 Stunden!)
Das MG 34 schnitt ich ab dem Kühlmantel ab. Diesen ersetzte ich durch ein Alublech,
das mit einer Nadel durchlöchert und anschließend um eine Injektionsnadel zu einem
Röhrchen geformt wurde.
Das Profil der Flurplatten wurde von mir "gegossen": In Nitroverdünner werden
Plastikgießäste einige Tage eingelegt. Die entstandene Plastikbrühe muss sehr dünn auf
eine, leicht eingeölte Fotoätzteilplatte mit entsprechendem Muster gegossen werden.
Nach 1-2 Tagen (probieren!) lässt sich mit Hilfe eines Bastelmessers vorsichtig die
hauchdünne Folie mit dem Muster der Platine vom Metall ablösen. Diese schneidet man
in der gewünschten Form zu und klebt sie mit Weißleim auf eine Plastikplatte (alles
andere löst das Plastik zu leicht auf). Somit reicht eine Fotoätzplatine ein ganzes
Bastlerleben!
Alle Haken und Halterungen für das Zubehör entstanden aus Alufolie. Schrauben und
Nieten wurden entweder mit gezogenen Gießästen oder dem "Punch and Die"- Set der
Firma "Historex" (sehr zu empfehlendes Hilfsmittel!) hergestellt.Die Verkabelung von
Strom- und Funkleitungen fertigte ich mit Kupfer-, Stahl- und Bleidraht, sowie einem
Vollgummischlauch (Zubehör für Fliesenleger) an.
Außenkonstruktion
Der Bausatz von Tamiya stellt nicht wirklich ein StuG III Ausf G in seiner frühen
Version (eingeführt im DEZEMBER 1942) dar. Diese hätte
Die Kettenabdeckungen habe ich von unten dünn geschliffen und dann mit einem Bastelmesser
die Gefechtsschäden dargestellt. Hinten ersetzte ich die Schmutzfänger durch ein Alublech,
auf das das Profil vom Bausatz, dünn geschliffen, wieder aufgeklebt wurde
Den Feuerlöscher (Röhrchen von einer Autoantenne, Ätzteile aus der Grabbelkiste)
Die Laufwerksreparatur erforderte ein "Tieferlegen" des hinteren Fahrwerkteils, um das
Einsinken des Panzers aufgrund der fehlenden Unterstützung zweier Drehstäbe darzustellen.
Ein Schwingarm wurde mit einem Metallrohr, das am Ende konisch geschliffen wurde, ergänzt.
Einen zweiten bohrte ich an der Vorderseite auf. Dasselbe passierte mit den beiden
abmontierten Laufrollen. Die entstandenen Löcher kleidete ich mit einem Stückchen
meiner bewährten Autoantenne aus (man sollte durchaus öfter auf Schrottplätzen spazieren
gehen!). Mit einem Metallrohr wurde der Drehstab gebastelt. Das Ende fräste ich rundherum
ein, um das Ritzel der Fixierung im Schwingarmlager darzustellen. Die Halterungen für die
Ersatzlaufrollen verlegte ich hinter den Heckkorb.
Nach ca. 240 Stunden Arbeitszeit (ungefähr 50 davon hatten leider keine brauchbaren
Resultate zur Fertigstellung des StuG III, sondern nur eine Erweiterung meines ganz
privaten Wortschatzes erbracht!), war die Konstruktion abgeschlossen.
Die BemalungZugegebenermaßen habe ich mich nicht an die Regel 30% Basteln, 70% Bemalung gehalten, da dieses Projekt sonst erst nächstes Jahr fertig gewesen wäre. Es ist schon so viel über die "richtige" Bemalungstechnik geschrieben worden, dass ich mir hier genauere Angaben ersparen kann. Nur soviel: Ich verwendete die sogenannte Vorschattierungsmethode. Anschließend wandte ich die Filtertechnik und dezentes Drybrushing sowie das Aufbringen von Pastellkreiden an. Mittels Alufarbe (Humbrol) und einem Bleistift wurden abgenützte Griffe und Stellen an der Panzeroberfläche erzielt. Die Abschussringe entstanden mittels Sprühpistole nach vorherigem Maskieren.
Das Emblem der StuG Abt 191 ist eine Eigenanfertigung: Nach dem Scannen aus dem Heft
"Panzer colours" Teil 3 von Bruce Culver wird eine maßstäbliche Verkleinerung auf
Decalfolie am Farblaserdrucker ausgedruckt.
Die Beschreibung der Dioramenkonstruktion erspare ich mir, da sich viele dabei vermutlich
besser auskennen als ich. Sollten trotzdem Fragen bleiben, sei auf meine
Kontaktadresse verwiesen.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass mich dieses Werk zwar buchstäblich Blut,
Schweiß und Tränen gekostet, trotzdem aber sehr viel Spaß gemacht hat. Außerdem war es
ein sehr günstiges Bastelvergnügen, wenn man bedenkt, dass ich mehr als ein halbes Jahr
mit nur einem Modell beschäftigt war und ohne viel "After-market-Schnickschnack"
ausgekommen bin. (Ein Kampfraumdetail-Set hätte ca. 53.- USD gekostet!) Nur bei der Kette
wäre die Verwendung eines Produkts von "Friulmodelissimo" von Vorteil gewesen....
Allen, die nun meinen, ich sei zu langsam beim Basteln, möchte ich folgendes fernöstliche
Motto zum Nachdenken mitgeben:
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| Autor | Titel | Verlag/Ort |
| W.J. Spielberger: | Sturmgeschütze, Bd 13, | Motorbuchverlag |
| F. Kurowski: | Sturmgeschütze vor! (assault guns to the front!) | Winnipeg 1999 |
| F. Kurowski/ G. Tornau: | Sturmartillerie-Fels in der Brandung | Maximilian-Verl., Herford 1965 |
| F. Thomas/ G. Wegmann: | Die Ritterkreuzträger der dt. Wehrmacht, Teil 1 Sturmartillerie | |
| Dieselben: | Sturmartillerie im Bild, 1940-1945 | Biblio-Verl., Osnabr. 1986 |
| B. Culver: | Panzer colours, Teil 1-3 | Podzun Pallas Verlag, Friedberg |
| B. Culver/ D. Greer/ H. Scheibert: | Sturmgeschütz 40 | Podzun Pallas Verlag, Friedberg |
| A. Schlicht/ j.R. Angolia: | Die deutsche Wehrmacht- Uniformierung und Ausrüstung 1933-1945, Band 1 Heer | Motor-Buch Verlag 1992 |
| A. Vesely/ F. Kocán: | Wireless for the Wehrmacht, in detail | Wings and Wheels Publications, Prag 1999 |
| F. Koch: | Funkgeräte in gepanzerten Fahrzeugen der Wehrmacht | Waffen-Arsenal, Podzun-Pallas Verl., 1999 |
| Titel | URL | Thema |
| Die Luftwaffe im Modell | www.rlm.at | Flugzeuge aber auch viele Panzer- und Dioramenfotos |
| IPMS Fi-1877 | www.andreaslarka.net | ausgezeichnete Seite über deutsche StuG in finnischen Diensten, viele Innenaufnahmen in Farbe! |
| AFV Interiors | afvinteriors.hobbyvista.com | Großes Angebot an Panzer Innenaufnahmen! |
| WW II vehicles | http://www.wwiivehicles.com | Datensammlung |
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